Durchgängigkeit der Stör und Nebenflüsse

Alles rund um Gewässerbiologie, dessen Gleichgewicht und Verschmutzung.

Durchgängigkeit der Stör und Nebenflüsse

Beitragvon dorschgreifer » Mi 25. Feb 2009, 10:17

Hallo Ihr Lieben,

ich bin ja immer sehr neugierig und würde gerne mal wieder was wissen.

Könnt ihr mir sagen, wo in der Stör und deren Zuflüsse noch künstlkiche Hindernisse bekannt sind, die Wanderfische in irgendeiner Form beim Auf- oder Abstig behindern könnten?

Gemeint sind Anlagen wie Staustufen oder ähnlich und wenn möglich und bekannt, ob eventuell schon Umwandlungen in Sohlgleiten oder ähnlich geplant sind. Interessant ist alles in der Stör, bis hinter NMS und deren Nebenflüsse, wie Schwale, Brahmau, Mühlenbarbeker Au, Rantzau, Bünzau usw.

Die Frage hat keinen direkten Anlass, sondern ist nur ein reines Interese von mir, inwieweit die Gewässer schon durchgängig sind.
Gruß Rüdiger
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Beitragvon butthaken » Mi 25. Feb 2009, 15:30

Hallo,
Geht es dir nur um die grössen Gewässer oder interessieren dich auch kleinere Zuflüsse?
Also der Mühlenbach/Quarnbach hat zwischen Kellinghusen und Quarnstedt zwar noch 2 od. 3 kleinere Solgleiten, die für die Wanderfische allerdings nicht hindrerlich sind. Der obere Teil des Quarnbaches wurde 2007 sehr schön renaturisiert. Dort fanden wir auch Laichbetten.
Der Kirchweddelbach und der Bullenbach haben keine Hindernisse.
Auch dort fanden wir Laichbetten.
Der Heischbach wird kurz vor der Stör durch ein Pumwerk unterbrochen.(höhe Reitplatz Kellinghusen)
Ich hoffe ich konnte dir ein bischen weiterhelfen.

Gruß Thomas
Haltet die Gewässer sauber!!
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Beitragvon Spöket » Mi 25. Feb 2009, 16:13

Hallo Rüdiger,

die Gewässer hier in der näheren Umgebung sind alle durchgängig, lediglich am Stauwehr der Krückau in Barmstedt befindet sich noch eine Fischtreppe.
Auch an Pinnau (Wulfsmühle) und Osterau ("Sparkassenwehr") sind die letzten Hindernisse in den letzten Jahren durch Sohlgleiten ersetzt worden.

Gruss Lars
...und nicht vergessen:

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Beitragvon dorschgreifer » Mi 25. Feb 2009, 18:18

Na, das ist doch schon was, da danke ich doch schon mal.

Mich interessiert eigentlich alles. Mich interessiert einfach, wo die Fische bei Ihrer Wanderung aufgehalten werden und wo nicht.

Es betrifft ja nicht nur Lachs und Meerforelle, sondern auch Aale, Neunaugen, Quappen, Stinte und noch ein paar andere Wanderfische.
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Beitragvon dat_geit » Mi 25. Feb 2009, 19:38

Viele Bäche verfügen noch über sogenannte Mündungslappen. Da kann ich dir mal bei Gelegenheit eine Aufstellung machen.

Mindestens 4-5 davon befinden sich im Abschnitt Rensinger See bis Willenscharen.

Genaue Infos und Fotos mache ich dir gerne.

Andy
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Beitragvon dorschgreifer » Do 26. Feb 2009, 06:49

dat_geit hat geschrieben:Viele Bäche verfügen noch über sogenannte Mündungslappen. Da kann ich dir mal bei Gelegenheit eine Aufstellung machen.

Mindestens 4-5 davon befinden sich im Abschnitt Rensinger See bis Willenscharen.

Genaue Infos und Fotos mache ich dir gerne.

Andy


Sehr schönes Angebot. Du meinst sicherlich solche Klappen wie bei der Mühlenbarbeker Au und der Rantzau, die sich immer entsprechend der Tiede öffnen, oder?
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Beitragvon dat_geit » Do 26. Feb 2009, 07:17

Neeeeeeeeeeeeeee, viel schlimmer........hatte mich da Unklar ausgedrückt. Ich meine keine Flutschleusen sondern Rohre mit den Eisenklappen davor.

Als ich die letzten Jahre die Stör noch häufiger mit dem Boot befuhr kannte ich beinahe alle. :oops:

Nun kann ich auf Schlag 4 auf 1km nennen.

Die sogenannte Berliner Mauer ist nur ein Beispiel davon.

Aussehen immer gemauertes Ziegelwerk, darin ein Rohr und adaruaf eine sogenannte Mündungsklappe (wie beim Torpedorohr), die sich nur auf Wasserdruck aus dem Bach bei entsprechenden Wasserstand in der Stör öffnet.

Mach mal am Wochende ein Foto.

Eigentlich sind so alle kleineren Bäche im oberen Bereich abgeschottet.

Aber es gibt auch Ausnahmen wie die Hennstedter Au, die zwar über ein Rohr einfließt, das aber nicht durch eine solche Klappe gesichert ist, sondern lediglich aus einem Betonrohr besteht.
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Beitragvon dorschgreifer » Do 26. Feb 2009, 10:07

dat_geit hat geschrieben:Neeeeeeeeeeeeeee, viel schlimmer........hatte mich da Unklar ausgedrückt. Ich meine keine Flutschleusen sondern Rohre mit den Eisenklappen davor.


:shock: Die sind ja genau so schrecklich wie Pumpenhäuser.... :?

Für Fischwechsel nicht geeignet. Hat bei den Dingern noch keiner dran gedacht, die mal wieder zurück zu bauen. Da gab es doch in der Vergangenheit eine ganze Menge Mittel aus der FFH und WRRL-Geschichte.

Gibte es denn in der Stör selbst auch noch irgendwelche Hindernisse, oder wurden die wieder alle zurück gebaut?
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Beitragvon torsten nms » Do 26. Feb 2009, 10:27

Moin,
in der Schwale ist in Neumünster im Bereich Teich eine Fischtreppen angelegt worden ! bisher war für die Wanderfische hier Schluss ( Metallrechen im Auslauf des Teiches)!
und in der Stör hinter dem Zusammenfluss Stör - Schwale soll eine Sohlgleite für das dortige alte Wehr ( nicht sonderlich hoch -- aber immerhin ca 0.5 m Fall !) angelegt werden bzw. worden sein ... ich war dieses Jahr aber noch nicht dort .........

update:so hab mir das heute mal angesehen ..... da ist noch nichts passiert !
es wurde während des Abfischens letztes Jahr darüber gesprochen ..
wann das passieren soll ? und ob tatsächlich ...mal sehen
allerdings stellt dieses kleine Wehr sicher kein großes Hindernis dar

Gruß
Torsten
Zuletzt geändert von torsten nms am Do 26. Feb 2009, 16:44, insgesamt 1-mal geändert.
.....

Gruß
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Beitragvon dorschgreifer » Do 26. Feb 2009, 12:25

torsten nms hat geschrieben:Moin,
in der Schwale ist in Neumünster im Bereich Teich eine Fischtreppen angelegt worden ! bisher war für die Wanderfische hier Schluss ( Metallrechen im Auslauf des Teiches)!
und in der Stör hinter dem Zusammenfluss Stör - Schwale soll eine Sohlgleite für das dortige alte Wehr ( nicht sonderlich hoch -- aber immerhin ca 0.5 m Fall !) angelegt werden bzw. worden sein ... ich war dieses Jahr aber noch nicht dort .........

Gruß
Torsten


Na, dann ist da ja zumindest Bewegung drin, Danke für den Hinweis.
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