Neues vom STÖR

Alles rund um den Stör

Beitragvon acipenser » Do 19. Apr 2007, 08:43

Hallo Tino,

ein erstes herzliches Danke für die super guten Bilder.

Leider bin ich im Moment sehr in Eile aber den "nagelneuen Zustand" kann ich erklären.

Nochmals danke und bis bald

sturio
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Beitragvon acipenser » Sa 9. Jun 2007, 19:54

Hi Tino,
hier endlich meine versprochene Antwort:
Das Denkmal wurde einst von der Familie Rantzau an die Gemeinde Breitenburg übereignet. An der Spitze fehlte derzeit schon seit geraumer Zeit die Windrose mit der Windfahne.
Die Gemeinde Breitenburg beschloss diese Windfahne wieder herstellen zu lassen. Im Archiv des Landesamtes in Schleswig gab es den Druck eines Holzschnitts mit Ansicht auf Itzehoe. Von diesem hat die Oldendorfer Graphikerin Jo Schütt einen Entwurf hergestellt und den hat die Gemeinde Breitenburg umsetzen lassen.
Der zeichnerische Entwurf wurde von Fischereibiologen beurteilt:"und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hat dem damaligen Künstler ein Stör als Vorlage gedient"! (Form der langen Nase, 3 sichtbare reihen Reihen von Knochenplatten, hauptsächlicher Eiweißlieferant zu der Zeit)
Bisher ist das Abbild des Störs am Nordoer Tempel einer der ältesten Nachweise über den Stör in unserer Region. Die authentischen Unterlagen werden im Archiv der Gemeinde Breitenburg gerade bearbeitet.
Der Stör an der Grundschule in Kellinghusen ist erst aus dem vergangenen Jahrhundert.
Die Fahnen von Bekmünde und Bahrenfleth (beide tragen den Stör), sind aus diesem Jahrzehnt.

Zu beachten ist meiner Meinung nach, wie sehr sich die Gemeinde Breitenburg um die Pflege und Erhaltung des Denkmals sowie die vorbildliche Sauberkeit des großen Umfeldes bemüht.

Weiß vielleicht noch jemand etwas über Nachbildungen, Fahnen oder Zeitzeugen vom Stör die aus unserer Stör-trächtigen Region stammen?

Gruß
sturio
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Beitragvon Lampro » So 10. Jun 2007, 10:13

Weiß vielleicht noch jemand etwas über Nachbildungen, Fahnen oder Zeitzeugen vom Stör die aus unserer Stör-trächtigen Region stammen?


Dazu fällt mir das hier ein:

Bild

Es handelt sich hierbei um das Wappen der Gemeinde Bekmünde.

Ein kurzer Textauszug von Wikipedia dazu:

Wikipedia hat geschrieben:Im Wappen wird mit einen Wellengöpel die Mündung der Bekau dargestellt, wie es aus dem Namen der Gemeinde abgeleitet werden kann. Der Stör soll auf die Lage der Gemeinde am gleichnamigen Fluss und auf die ehemals reichen Störfänge hinweisen. Die beiden grünen Felder stehen für die Landwirtschaft. Mit den Schleusentoren wird an die alte Schleuse erinnert, die an der Mündung der Bekau stand.
Gruß und Petri Heil,
Fynn
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Beitragvon acipenser » So 10. Jun 2007, 20:59

Hi Fynn,

danke für Deine Mühe. Der Bürgermeister von Bekmünde hat zur Störausstellung 2005 in Itzehoe eine Fahne an die Macher der Ausstellung vererbt. Sie wird sehr in Ehren gehalten und wurde bereits 2005 bei dem von Polen aus verhinderten Versuch eines experimentellen Besatzes mit acipenser oxyrinchus an der Oder zusammen mit der Fahne von Bahrenfleth gezeigt. Bei dem diesjährigen Vorhaben werden die Störflaggen von der Stör wieder für den Stör am Aussetzort an der Oder wehen, versprochen!
Denn - auch bei den Ostseestören müssen wir im wahrsten Sinne des Wortes und der Tat "Flagge zeigen" um die Notwendigkeit gleichen Handelns beim acipenser sturio für unsere Stör aufzuzeigen.
Erst wenn diesmal politisch alles gut gelaufen ist wird sturio nachträglich berichten.

Gruß vom immer noch verschollenen
sturio aus der Stör
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Beitragvon acipenser » Mo 25. Jun 2007, 21:26

hier vorab erstmal der neueste Flyer mit Fangprotokoll für die Ostseestöre.
Gruß
sturio

Bild
Bild

Gruß
sturio

EDIT by Stör-Angler : Wenn Du Bilder postest , dann solltest Du beim Schreiben des Nachrichtentextes den Haken vor dem Satz "BBCode in diesem Beitrag deaktivieren" rausmachen damit die Bilder auch angezeigt werden.

Grüsse
Tino
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Nachzucht des Atl. oder gemeinen Störs (ac. sturio) geglückt

Beitragvon acipenser » So 22. Jul 2007, 10:57

Am 25. Juni 2007 ist in der Cemagref Fisch Anstalt in St.-Seurin-sur-lIsle, Frankreich im Gebiet der Gironde die Nachzucht des bei uns seit über 100 Jahren verschollenen Störs geglückt.

Nach über 10 Jahren sorgfältiger Pflege konnte das Weibchen Francine (geb. 1994, jetziges Gewicht 8,5Kg) und die beiden Männchen ( Justin, geb. 1984, jetziges Gewicht 24 Kg und Emile, geb. 1994, jetziges Gewicht 17,6 Kg) insgesamt 11.000 Nachkommen zur Welt bringen.

Wenn diese Aufzucht glückt wird in Sachen Stör wohl der größte Druck von der bestehenden Gen-Reserve genommen sein.
Auf der Störuhr war es eine Minute vor zwölf! Haben wir es jetzt fünf Minuten vor zwölf?
Bitte arbeitet alle in diesem Sinne weiter mit an diesem so hoffnungsvollem Projekt.

Infos unter:

www.cemagref.fr (Bilder, Videoclips und Text-leider nur in englisch)

es freut sich über diese suuuper Nachricht

der sturio
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Das Neueste von der Nachzucht des acipenser sturio

Beitragvon acipenser » Mi 24. Okt 2007, 16:48

Hier nun ein kleiner Sachstandsbericht über die Chancen den Stör in der Stör mal wieder heimisch werden zu lassen.

Bei dem Zuchterfolg vom Juni diesen Jahres (siehe oben) wurden ca. 11.000 Eier befruchtet. Ca. 8.000 davon haben die ersten kritischen Wochen gut überstanden. In den Zuflüssen der Gironde (in der Garonne und der Dordogne) wurden davon durch die französischen Wissenschaftler zwischenzeitlich insgesamt ca. 6.300 Jungstöre ausgesetzt.

350 der geschlüpften Jungstöre aus Frankreich sind für die weitere Aufzucht in Deutschland bestimmt. Ein Teil davon ist, wenn alles gut verläuft, für erste experimentelle Besatzmaßnahmen in unseren Nordseezuflüssen vorgesehen.

Sollte unsere Stör als Besatzort vorgesehen werden, so sind wir dem Ziel
auch hier bei uns -in unserer Stör- eine verschollene Kreatur zu retten, plötzlich ein erhebliches Stück näher gekommen. Egal wie die Maßnahmen letztendlich auch ausgehen werden, Weissagen können wir alle nicht. Aber das Unserige dazutun, das wollen wir sicherlich. denn auch unsere Vorfahren waren es, die dem Stör den Garaus gemacht haben.

Was können wir zum Fortgang beitragen fragt der schon ganz schön glückliche sturio?
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Re: Das Neueste von der Nachzucht des acipenser sturio

Beitragvon dorschgreifer » Mi 24. Okt 2007, 17:52

acipenser hat geschrieben:Was können wir zum Fortgang beitragen fragt der schon ganz schön glückliche sturio?


Das hört sich doch alles schon mal ganz gut an.

Hoffentlich machen uns die Behörden da keinen Strich durch die Rechnung. Besatzmaßnahmen in der Stör müssen über die Hegepläne beantragt werden. Wird der Besatz nicht beantragt, dann gibt es ein Besatzverbot.......Da sind ganz klar die Vereine gefragt, die für Ihre Bereiche die Hegepläne erstellen.
Gruß Rüdiger
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Beitragvon acipenser » Do 25. Okt 2007, 10:10

Hallo Dorschgreifer,

Dein erster Satz klingt sehr gut und ist ebenso optimistisch wie mein Gefühl in Bezug auf die Rückkehr des acipenser sturio.

Nach meinem Ermessen braucht bei diesem seriösen Vorhaben aber niemand behördliche Bedenken befürchten. Bereits seit 10 Jahren wird mit Unterstützung durch mehrere Länderregierungen und die Bundesregierung an diesem wissenschaftlich angelegten Projekt gearbeitet.
Es stehen neben den Mitgliedern der "Gesellschaft zur Rettung des Störs e. V.", zu denen meines Wissens nach auch der ASV und sein Landesverband gehören, viele große und kleine Spender hinter dieser Aufgabe.

Das die Rettung der letzten Gen-Reserve durch diese gewaltigen Anstrengungen gelingt hängt mit Sicherheit auch von der Akzeptanz an den Ufern der Laichhabitate ab. Laßt uns gemeinsam daran arbeiten

meint der sturio
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Beitragvon acipenser » Do 25. Okt 2007, 16:26

Bitte, streicht in meinem Beitrag ASV ersatzlos und setzt SAV. Immer diese Dreckfuhler!! Danke.

Gruß sturio
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