Wie zu Opas Zeiten: Störe wieder in die Stör

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Wie zu Opas Zeiten: Störe wieder in die Stör

Beitragvon dorschgreifer » Do 25. Sep 2008, 04:41

Heute in der Norddeutschen Rundschau Rundschau:

25. September 2008 | Von Volker Mehmel

http://www.shz.de/lokales/norddeutsche- ... stoer.html

Wie zu Opas Zeiten: Störe wieder in die Stör

Jörn Thießen schwelgt in Kindheitserinnerungen: "Mein Großvater hat mir von der Störfischerei erzählt, die damals überall in Norddeutschland in großem Stil abgelaufen sein muss", erinnert sich der SPD-Bundestagsabgeordnete. Nun macht er sich dafür stark, dass auch die Urenkel wieder mit dem in unseren Breiten ausgestorbenen Nutzfisch aufwachsen können.


Wissenschaftler und Politiker arbeiten bereits seit längerem an der Rückkehr des Sturio alcipenser. Der Speisefisch und Kaviarlieferant steht auch im Mittelpunkt eines seit zwölf Jahren gemeinsam von Deutschland und Frankreich betriebenen Projekts zur Arterhaltung und Wiederansiedlung des Europäischen Störs. Anfang September wurden nun die ersten Jungstöre im Oberlauf der Elbe bei Lenzen ausgesetzt. Das Bundesamt für Naturschutz sieht darin einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Rückkehr der Stör in den Nordseeraum. Unterstützt wird die Aktion unter anderem von der Gesellschaft zur Rettung des Stör und vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei. Hier will jetzt auch Thießen vorstellig werden und sich dafür einsetzen, dass der Stör auch im gleichnamigen Fluss wieder eine Heimat findet. "Das wäre vor einigen Jahren noch völlig unmöglich gewesen", weist der Abgeordnete auf die nachhaltige Verbesserung der Gewässerqualität der Elbe und der Nebenflüsse hin.

Nach Thießens Darstellung sollen in diesem und im kommenden Jahr Störe in einzelnen Flussläufen ausgesetzt werden, um zunächst Rückschlüsse auf Fortpflanzung, Gewohnheiten und vor allem das Wanderverhalten der Fische ziehen zu können. Anschließend werde man entscheiden, wo ein Massenbesatz sinnvoll ist. Nach einer Mitteilung der Projektbetreiber geht es um eine langfristige Strategie zum Aufbau sich selbst reproduzierender Bestände heimischer Störarten, die durch intensive Fischerei, vor allem aber durch Baumaßnahmen und Verunreinigungen seit Mitte des 19. Jahrhunderts einen massiven Bestandseinbruch erlitten. Zunächst soll jetzt der Abschnitt der mittleren Elbe wieder zur Kinderstube für junge Störe werden. "Der Fisch soll sich überall wieder zuhause fühlen", begründet Jörn Thießen seine Initiative für den Stör in der Stör. Ganz neu ist die Diskussion um die Rückkehr der Fischart in heimische Gefilde übrigens nicht. Bereits vor vier Jahren hielt die Gesellschaft zur Rettung des Stör ihre Generalversammlung an symbolkräftiger Stätte ab - in den Räumen des theaters itzehoe und damit unmittelbar an der inzwischen zugeschütteten Störschleife. Damals zeigte sich Jörn Geßner, Diplom-Biologe und Manager der Gesellschaft zur Rettung des Störs in Berlin, durchaus zuversichtlich: "Wir haben bereits erste Untersuchungen in der Stör gemacht", erklärte Gessner seinerzeit. Danach biete der Fluss für größere Störe einen guten Lebensraum, sei aber nicht optimal für die Vermehrung des Fisches. Dafür sei der Fluss zu stark für die Schifffahrt verbaut worden. Geßner weiter: "Es fehlen großflächige Kiesbetten, die die Tiere für ihre Eiablage brauchen - die wurden leider alle weggebaggert." Schließlich gebe es zwei Möglichkeiten, um dem Stör bessere Laichbedingungen zu bieten: "Entweder wird der Flussverlauf so verändert, dass sich die Kiesbetten durch die Strömung von alleine neu bilden. Oder es werden künstliche Kiesbetten angelegt."
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Beitragvon flo » Mo 29. Sep 2008, 13:56

also das ist ja mal ne gute nachricht, wenn irgendwann mal kiesbetten errichtet werden kann ich vielleich auch irgendwann in meinem leben inder stör auf stör angeln :D
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