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Aktuelle Fänge 2011/2012

BeitragVerfasst: Di 4. Okt 2011, 06:53
von dorschgreifer
Das erste Brandungasangeln Herbst 2011, am 01.10.2011

Vor ca. 2 Wochen entschieden sich ein paar Forianer, am 01.10.2011 die Brandungssaison zu eröffnen. Zu dem Zeitpunkt konnte noch keiner ahnen, dass der Sommer noch einmal so richtig loslegt, es war also ziemlich war, mit 25° und einer Wassertemperatur von ca. 16°, somit kein ideales Brandungswetter. Mit solchen Dingen muss man sich aber arrangieren, wenn man so etwas mit mehreren Leuten länger plant.

Um ca. 13 Uhr holte ich dann Roman (Ruslan) ab und wir fuhren gemeinsam Richtung Strand nach Schönhagen bei Kappeln. Dort trafen wir so gegen 15:00 Uhr ein. Am Strand standen bereits Holger (HolgerW), Sven (KakiSven), Ralf (Strohmer) sowie Benni und Manfred unserer Gruppe. Zeitgleich mit uns trafen Wilhlem (Wigino) und Alex (TheCrow) am Strand ein. Wie zu erwarten war kein Wind vorhanden und die Ostsee somit spiegelblank. Einige waren auf dem Wasser mit Wasserski beschäftigt andere badeten und wieder andere sonnten sich einfach und ließen die Seele baumeln, bei dem schönen Wetter.

Wir bauten dann gleich unser Ruten auf und ich machte schon einmal ein paar Trockenwürfe, um mal zu sehen, was noch so geht…., ging aber ganz gut. Fische waren noch nicht zu erwarten, also ab zu den anderen, erst einmal alle begrüßen und etwas plauschen, Zeit hatten wir ja genug.

Dann kam aus nördlicher Richtung so ein langsam umher tuckernder Fischkutter vorbei, der in reichlicher Entfernung südlich von uns wieder drehte. Da schon ein paar verstreute Netze vor uns zu sehen waren schenkte ich dem Kutter nur wenig Beachtung, konnte uns ja nichts mehr anhaben…. Je denkste….. Der kam ganz langsam zurückgetuckert, indem er seine 200m vom Strand ziemlich genau einhielt und legte kilometerweise Netze vor die Küste, genau vor unsere Nase…. Das ließ, nachdem das Wetter schon nicht so optimal war, die Fischhoffnung nahe „Null“ sinken. In dem Moment kam dann Detlef (Bert) nebst Frau und Kind an den Strand. Der nach der Netzinfo nicht wirklich einen Drang hatte sein Gerät aufzubauen… Wir anderen überlegten dann auch, dass es wohl keinen Sinn macht und ob man eventuell an einen anderen Strand verlegen sollte. Da gab es Diskussionen für das „ja“ und „nein“. Da wir noch mehr Angler erwarteten, mussten wir erst einmal deren Telefonnummern rausbekommen um diese vom Platzwechsel zu informieren, damit sie uns nicht suchen. Dies klappte dank internetfähiger Handys super.

Detlef wollte dann seine Familie erst nach Hause bringen und wir wollten uns dann in Kappeln auf dem Parkplatz zur gemeinsamen Weiterfahrt treffen. Alle Packten ihr Geschirr zusammen und gingen Richtung Parkplatz. Lediglich Wilhlem (Wigino) wollte vor Ort bleiben uns dort trotzdem sein Glück versuchen. Auf dem Parkplatz angekommen, Gerät verstaut, da radelte der Kapitän der MS Wiking an mir vorbei. Da ich Helwig schon zig Jahre kennen, musste einfach Zeit für einen kleinen Plausch sein. Er erzählte erst einmal von seinem neuen Radar, welches wer für 20.000,-€ installieren musste, mit Satelitenempfang und allem Möglichen und wie seine letzten Touren so waren. Nach ca. 10 – 15 Minuten begaben wir uns dann aber auf die Reise zum Parkplatz nach Kappeln, wo dann auch noch Carsten (bigdorsch) mit seinem Kollege zu uns stießen. Gemeinsam sind wir dann nach Falshöft gefahren. Dort angekommen erst einmal über den Deich geschaut, ob da auch Netze stehen, aber glücklicherweise waren dort keine Netze, also das ganze Gerödel aufgenommen und erst einmal ca. 500m marschiert, um an den Strand zu kommen. Dann in der beginnenden Dämmerung die Ruten aufgebaut und gewartet, auf dass, was da wohl kommen mag.

Um ca. 20:00 Uhr war der Grill dann soweit durchgeglüht, dass wir ans Essen denken konnten. Dort trafen wir uns dann alle um uns für den Abend mit Fleisch und Wurst zu stärken.

Nun begann das zähe Warten auf den ersehnten Fisch, wir holten immer wieder unsere Ruten aus dem Wasser um die Würmer zu kontrollieren, was wichtig war, denn es muss dort von Krebsen nur so gewimmelt haben. Es dauerte keine 10 Minuten, da waren die Haken so blank, da war nicht einmal mehr ein Krümel übrig, Detlef fing sogar eines dieser gefräßigen Krabbeltiere. Daneben war dort auch ziemlich viel loses Kraut unterwegs, was wir aus der Schnur entfernen mussten. Ab und an kamen sehr vereinzelt untermaßige Dorsche und Babyplattfische aus dem Wasser, die die Haken glücklicherweise nicht geschluckt haben, somit schwammen die putzmunter wieder von Dannen.

Einen maßigen Fisch konnte aber leider keiner fangen, so packten wir alle ohne Fisch gegen 00:30 langsam ein und begaben uns auf den Heimweg. Dort kam ich so um 03:05 an. Fische waren nicht zu versorgen, somit konnte ich dann doch sehr schnell in mein Bett kommen.

Auch, wenn es kein Erfolgreicher Tag gewesen ist und wir keinen Fisch hatten, so haben wir doch sehr nette Gespräche geführt und auch einiges an Spaß gehabt und gelacht. Das Wetter war sehr schön, trocken und nicht kalt, somit ein rundum schöner Tag an der Ostsee.

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BeitragVerfasst: Mi 5. Okt 2011, 14:54
von fish4jörg
Moin Rüdiger,

ganz toller Bericht, es macht Spaß so etwas zu lesen und sehr schöne Fotos, die die ganze Sommerfrische noch unterstreichen. :D

Gruß Jörg

BeitragVerfasst: Mi 5. Okt 2011, 18:16
von Ruslan
Moin Rüdiger!

Schöner und ausführlicher Bericht, danke an dieser Stelle dafür!

War im Großen und Ganzen eine super Veranstaltung, die trotz der geringen Fangquote mega viel Spaß gemacht hat.
Es war ja auch nur ein erstes Antesten der Brandungssaison. Denke dass die Sache Mitte/Ende November schon ganz anders aussehen wird. Und spätestens dann könnte man dann wieder ein Treffen planen :)

Ich für meinen Teil konnte mir viel Wissen von allen Teilnehmern mitnehmen und es hat mich sehr gefreut die Belegschaft mal kennenzulernen.

Man sieht den ein oder anderen bestimmt am 21.10!

Bis dann und viele Grüße

BeitragVerfasst: Fr 7. Okt 2011, 04:20
von dorschgreifer
Ruslan hat geschrieben:Man sieht den ein oder anderen bestimmt am 21.10!


Davon ist auszugehen. :wink:

BeitragVerfasst: Sa 15. Okt 2011, 11:22
von Jochi
Am Donnerstag haben Sönke und ich die Ostsee vor dem Neustädter Klinikum aufgesucht, um den Mefos auf den Zahn zu fühlen. Fische waren da, wie die diversen Anfasser zeigten. Leider blieb keine hängen.
Anschließend sind wir dann nach Johannistal in die Brandung gefahren. Meine Befürchtung, dass Krautgang ein Angeln unmöglich macht, bestätigte sich zum Glück nicht. Dies kommt dort nämlich im Herbst bei 4-5 Windstärken auflandig leicht mal vor.
Gleich der erste Fisch war ein 48er Dorsch. Na das kann dann ja so weiter gehen! Denkste..insgesamt kamen im Anschluß nur noch 12 Minidorsche und eine Minischeibe aus dem Wasser. Die Hauptbeisszeit lag dann noch ausgerechnet wärend unserer Hauptgrillzeit. Da musste man sich für eines entscheiden...die Wahl fiel dann auf´s Essen :D ...anschließend kamen nur noch sporadisch Bisse, wobei es meistens bei einem kurzen Ruckeln/Klingeln blieb(Ja! Ich fische auch in der Brandung mit Glöckchen... :oops: , damit ich nicht Nackenstarre vom ewigen Hochschauen bekomme.)
Trotzdem wars eine schöner Abend. An der See war es deutlich wärmer als im Rest von Schleswig-Holstein, wie das Autothermometer auf der Rückfahrt zeigte. Zumal wir das Brandungszelt aufgebaut hatten.

Gestern war ich dann noch einmal alleine los. Bei den Windverhältnissen (O 1-2) machte ich mir wenig Hoffnungen und beschloss dann doch nicht, den kurzen Weg Richtung Kiel einzuschlagen und fuhr zur Großenbroder Mole. Mein Fernglas hatte ich eingepackt und mit Hilfe dessen stellte ich dann fest, dass die Mole mit reichlich Anglern besetzt war. Das hatte ich schon geahnt und wollte mir das dann auch nicht antun. Daher fuhr ich nach Rosenfelde. Dort ist immer noch Baustelle, was aber in diesem Fall eher ein Vorteil war, da eine Baustraße bis direkt zum Strand angelegt wurde. Also kein weites Schleppen und der Anhänger wurde auch nicht benötigt.
In der Dämmerung am Strand angekommen, konnte ich erst einmal einen toten, recht frisch angespülten 75er Dorsch bewundern, der meine Motivation deutlich steigerte. Es war nämlich nicht, wie angekündigt 1-2 aus Ost (also auflandig), sonder es hatte sogar leichten Rückenwind.
Naja, egal. Erster Fisch war ein 51er Dorsch an der Feederrute und es folgten noch weitere 15 Fische (wieder ´ne Mini-Platte dabei), wobei lediglich sechs zum Mitnehmen waren. Auch hier hatte ich immer wieder nur kurze Anfasser...echt merkwürdig. Wenn jemand weiß, woran das liegt, kann er es ja hier gerne einmal kundtun.
War ebenfalls eine schöne Nacht und ich konnte meine ersten beiden Dorsche auf Pose fangen - ich hab´s einfach mal probiert. Hammergeile Bisse! Kann ich (bei entsprechenden Bedingungen) wirklich empfehlen!

BeitragVerfasst: Sa 15. Okt 2011, 18:40
von dat_geit
Ich würde tippen es war einfach zu hell in der Nacht!!!!

Petri Heil

Andreas

BeitragVerfasst: Di 18. Okt 2011, 04:42
von dorschgreifer
Na dann mal Petr zu den Fischen Johi.

Das mit den kurzen Anfassern ist bei ruhigem Wasser öfters so, das kenne ich. Die Fische haben bei Ententeich alle Zeit der Welt und beissen entsprechend vorsichtig. Da muss man direkt an der Rute stehen und sofort anschlagen, wenn man davon einen mitbekommen will. Aber immer führt das auch nicht zum Erfolg. Oft sind es auch gerade die größeren, die so vorsichtig sind. Mir hat da in der Vergangenheit immer ein langes Vorfach geholfen, ich bastle meine Seitenarme dann mit 50cm Länge und mehr und stelle dann auf dünndrätige Haken um und lasse alle Perlen weg. Manchmal hilft das zumindest.

BeitragVerfasst: Di 18. Okt 2011, 09:56
von Jochi
Aber wirklich nur manchmal...oder überhaupt nicht...denn es war nicht wirklich Ententeich (vor Allem nicht in Johannistal), zum sofortigen Anschlagen benötigt man schon hellseherische Kräfte, ich hatte sogar Mundschnüre von 80cm, dünndrähtige Haken sowieso und mit oder ohne Perlen habe ich variiert...zusätzlich habe ich es mit verschiedenen Ködergrößen probiert. Naja, das muss man dann wohl einfach so hinnehmen...

BeitragVerfasst: Di 18. Okt 2011, 12:41
von dorschgreifer
Ja, wenn Du das alles probiert hast, dann ist das schwierig... Dann blieben nur kleine Wittlinge als Übeltäter, die so etwas machen, hatten wir einmal bei einer Brandungsveranstaltung des Landesverbandes, die haben wir dann mit 8er - 10er Wurmhaken überlisten können.... die will man aber ja auch nicht wirklich haben...

BeitragVerfasst: Mo 30. Jan 2012, 05:37
von dorschgreifer
Ich war nun am Donnerstag dem 26.01.2012 wieder am Strand. Nachdem ich den Seewetterbericht mit angesagten 6-7 und in Boen 8-9 Bft aus SO gelesen habe, musste ich einfach kurzentschlossen Urlaub nehmen und an den Strand bei Hohenfelde fahren, meinen Vater habe ich dann im auch schnell mitgenommen.

250g Kralle hielten bei dem Seitenwind, es herschte eine ordentliche Brandung und Kraut trieb nicht im Wasser, also bis auf den Schnurbogen alles super.

Wir waren von 16:00 Uhr bis 23:30 am Strand. Die ersten Bisse erfolgten so ab 18:30 und davon nicht zu wenig. Sobald sich das Krallenblei loste konnte man anschlagen und wurde mit Dorsch oder Plattfisch belohnt.

Ich konnte dann am Ende 24 maßige Dorsche von 39 - 57cm und eine Kliesche für mich verbuchen. Mein Vater hatte ungefair die gleiche Menge, allerdings eine größere Anzahl an Plattfischen, nämlich so um die 15 Stück.

Endlich mal wieder ein Brandungsangeln nach meinem Geschmack und mit ordentlich Fisch.