Urlaub in Südfrankreich

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Urlaub in Südfrankreich

Beitragvon Fischräuber » So 26. Okt 2008, 16:11

Moin moin an alle !

Bin gestern aus meinem Frankreichurlaub zurückgekehrt und habe natürlich etwas zu berichten. :wink: Wie ihr ja schon am Titel gesehen habt war mein Urlaubsziel der Süden frankreichs, wo wir meine Eltern besucht haben(auch nur Urlauber). Um etwas genauer zu werden waren meine Freundin und ich in einer kleinen Bootshafenanlage in der Nähe von Perpignan. Der Name des Ortes ist Barcares. Das liegt an einem der vielen Etangs (große Salzwasserseen mit Verbindung zum Meer) am Mittelmeer und ist etwa 35 Autominuten von der spanischen Grenze entfernt.
Das Wetter war sehr gut(hatten zwischen 17 und 22Grad), so dass wir die ersten fünf Tage bei strahlendem Sonnenschein :sonnenschein: in T-Sirt und kurzer Hose unterwegs waren. Lediglich an den letzten drei Tagen hatten wir mäßigen bis starken Wind. Das zwang uns dann doch längere Kleidungsstücke anzuziehen. Das erstmal zur Location und zum Wetter.

Natürlich wollte ich im Urlaub auch mal die Peitsche schwingen. Dummerweise hat keine Rute in den Koffer gepasst, so dass der Plan schnell umgeworfen werden musste. Also nur zwei Rollen und das Nötigste an Kleinkram ins Gepäck und ab in den Urlaub.

Nachdem das Gepäck in der Wohnung abgeladen war wurden dann ein Lebensmittelgeschäft und natürlich ein Sportladen aufgesucht, in dem schnell ne kleine, leichte Angel gekauft wurde. Gleich am ersten Abend zog es mich natürlich ans Wasser, wo mir gleich erstmal der Wind aus den Segeln genommen wurde. Ein anderer Gast erzählte mir von einem Engländer, der dort in der Woche zuvor jeden Tag geangelt hat. Und er hat nicht einen Fisch gefangen.:seufz: Trotzdem habe ich viele alte Baguettestückchen in das Hafenbecken gefeuert um eventuell vorhandene Fische an den Platz zu locken bevor die Rute mit der Rolle und einer Posenmontage scharf gemacht wurde.


Bild
Hier der Spot vor meiner Haustür.


Als Köder kam natürlich Teig aus Baguette an den Haken.
Sehr erstaunt war ich als ich nach etwa 20 Minuten sah wie das Wasser vor lauter Fisch zu brodeln anfing. Die Kleinsten waren 5cm und die Größten bestimmt um die 50cm lang. Das weckte den Jagdtrieb in mir.
Doch nach ca. 20 Fehlbissen( in ner halben Stunde :!: ) musste ich feststellen dass es gar nicht so einfach ist. Selbst die größeren Exemplare zogen die Stabpose, welche nur 2cm aus dem Wasser guckte, nur kurz unter Wasser um sofort wieder loszulasssen.:nichtzufassen:

Strategiewechsel: Noch mehr Bleischrot, so dass die Pose nur noch einen halben Zentimeter aus dem Wasser guckte und bei der kleinsten Bewegung den Anschlag setzen.
Nach weiteren 4 oder 5 Fehlbissen hing der erste Fisch an der Leine. Ich war erstmal total geschockt, da sich mein Gegenüber so heftig wehrte. :shock: An dem sehr leichten Gerät schaffte es der Fisch ein paar mal die Bremse ertönen zu lassen. Das ließ auch einige Passanten aufmerksam werden, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Nach wildem Drill konnte ich dann doch als Sieger hervortreten.
Nach kurzem Betrachten konnte ich zu meiner Freude feststellen, dass ich soeben meine erste Meeräsche überlistet hatte.:breitgrins:

Bild

Ich schätze Sie auf etwa 35cm. Zur Belohnung durfte sie wieder in ihr Element zurückkehren. Danach war erstmal 30 Minuten lang Ruhe am Angelplatz. Doch nach dieser Beissflaute kamen erneute Bisse. Und ich konnte sogar noch eine dieser Schönheiten überlisten.

Bild

Sie war etwas kleiner als die Erste, aber der Drill war erneut vom allerfeinsten an dem ultraleichten Gerät. Danach beendete ich diesen erfolgreichen Abend und genehmigte mir erstmal ein kaltes Bier.:prost:



Fortsetzung folgt...
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Beitragvon Spöket » So 26. Okt 2008, 17:55

Mensch Daniel,

ne Meeräsche ist ja nicht wirklich einfach an den Haken zu bekommen - Glückwunsch!
Hast du die abends oder nachts gefangen? Sieht auf dem Foto so aus.

Gruss Lars
...und nicht vergessen:

Kupfer geht immer!
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Beitragvon Marcus » So 26. Okt 2008, 17:58

Das klingt doch mal nach einem schönen Urlaub :wink:

Bis jetzt ist das doch ein schöner Bericht, man soll sich wundern mir Brot fängt man eigentlich immer gut.

Ich kann mich dran erinnern wie ich in Griechenland geangelt habe von der Mole aus, brötchen ausm Hotel gemoppst und im örtlichen Krims krams laden einfach Leine mit Haken dran gekauft für nen appel und nen ei.
Brot krumen an den Haken und dann frohes Meeräschen ziehen war angesagt^^

die etwas größeren Meeräschen haben wir dann gesammelt und dann bei der Strandbar abgegeben für einen leckeren Fruchtcocktail.

Sowas macht einfach ne menge Spass, mit leichtem oder einfachen Geschirr solche Fische zu fangen. :lol:


Ich freue mich auf die Forstezung von deinem Bericht.


Gruß Marcus aka Marcus
"The bird of hermes is my name eating my wings to make me tame..."
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Beitragvon Carp4Fun » So 26. Okt 2008, 18:07

Hey Engländer,

Klasse Bericht mal wieder von dir und dickes Petri zu deinen ersten Meeräschen! :daumenhoch: Fortsetzung folgt?! Na da bin ich ja mal gespannt, ob es dir gelungen ist, noch weitere Flossenträger an Land zu befördern! :wink:

Grüße auch an deine Bessere Hälfte und fang so langsam schon mal an, meine Gästesuite herzurichten! :D
Gruß
Sascha
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Beitragvon Wulfman » So 26. Okt 2008, 19:38

Moin Daniel

Feiner Bericht, den Du da eingestellt hast und zum Thema Meeräschen, ist mir noch nie gelungen so eine mal ans Band zu bekommen obwohl schon sehr oft versucht, villeicht sind unsere einfach nur zickiger.

Freue mich schon auf die Fortsetzung..........................................

Gruß Wolfgang
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Meeräsche

Beitragvon butthaken » Mo 27. Okt 2008, 02:57

Petri,
schöner Bericht, Gratulation zur Meeräsche!
Gruß Thomas
Haltet die Gewässer sauber!!
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Beitragvon dorschgreifer » Mo 27. Okt 2008, 06:16

Petri zur Meeräsche.

Sieht ja sehr schön aus dort...... und das Fischen ist bei den Temps bestimmt auch ganz angenehm.
Gruß Rüdiger
2. Vorsitzender KSV-Steinburg und
2. Vorsitzender
AV Angler Nord e.V.
http://www.anglernord.de/
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Beitragvon Lampro » Mo 27. Okt 2008, 12:37

Bei dem Hafenpanorama bekomm ich doch glatt Sehnsucht nach Urlaub! :(

Auf jeden Fall bin ich gespannt, was Du noch zu berichten hast.

Achja ... Petri zu den Meeräschen! :wink:
Gruß und Petri Heil,
Fynn
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Beitragvon Fischräuber » Mo 27. Okt 2008, 22:16

Moin Leude!!!

Erstmal danke für die "Petris". :D
Zu der Frage nach der Tageszeit kann ich sagen dass die Fische hauptsächlich in den Abend- bzw. Nachtstunden durch das Hafenbecken gezogen sind. Sicherlich waren sie Tagsüber auch vor Ort. Aber am hellichten Tage haben sich nur die sehr kleinen Exemplare für das Brot interessiert während in den Abendstunden zunehmend kleine Trupps der größeren Fische auf Nahrungsaufnahme aus waren. Das Spektakel fing also erst mit der Dämmerung an. Wobei es für mich kein Problem war, da ich direkt unter einer der Laternen gefischt habe. Somit konnte ich die Trupps oftmals sehen und versuchen ihnen den Weg mit meinem Köder zu versüßen.
Die beiden Meeräschen konnte ich dann um 19.20 Uhr und 20.10 Uhr auf die Schuppen legen.
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Beitragvon Fischräuber » Mo 27. Okt 2008, 22:56

So..., jetzt aber mal zur Fortsetzung.

Zwei Tage nach dem Erfolgreichen Abend am Hafenbecken haben wir das schöne Wetter ausgenutzt und ein paar Stunden direkt am Mittelmeer verbracht. Zuvor war ich nochmals in dem Sportgeschäft und hab mir zu der ultraleichten Rute noch eine sehr schöne und auch sehr günstige Spinnrute von Geologic gegönnt.:) Diese musste natürlich auch sofort getestet werden.
Ich hatte mir auch ein paar Meerforellenblinker von zu Hause mitgebracht, die dann etwa eine Stunde lang ins Meer gefeuert wurden.
Aber irgendwie fand kein Fisch meine Blinker zum anbeissen. :cry:
Zum Trotz gegen die Flossenträger hab ich mich dann noch selber in die Fluten gestürzt und ne Runde in "ihrem" Element, sowie am Strand, entspannt. Schliesslich war ja das Motto der Woche: :urlaub:

Bild

Auf einem Spaziergang am nächsten Tag sind mir dann ein paar sehr schöne Boote vor die Linse gekommen. Bei dem kleinen, gestreiften Boot kam mir gleich der Gedanke es mitzunehmen um den Hechten vom Rensinger See nachzustellen. Hätte der Besitzer aber wahrscheinlich nicht so gut gefunden. Außerdem passte es nicht in den Koffer.

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Leider musste ich auch feststellen dass die Franzosen ihre kleinen Kähne echt verkommen lassen. Ich hab einige richtig schöne Boote gesehen die einfach so vor sich hingammeln. Ist echt schade drum. Mir würde was besseres mit den Nussschalen einfallen als sie verrotten zu lassen.:angeln02:
So geht es bestimmt auch euch bei dem Anblick, oder?

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Das wars dann für heute!
Aber wie heisst es doch so schön?

Fortsetzung folgt...
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